3.3.27.
ARNOLD KEYSERLING
ein kurzer Abriß seiner Lehr- und Wanderjahre
Seinem Vater, Graf Hermann Keyserling, gelang mit dem
"Reisetagebuch eines Philosophen" im 19. Jahrhundert ein Bestseller,
sein Sohn brachte in den 70ern und 80ern das Human Potential Movement
nach Europa und pflegt intensive Kontakte zu verschiedenen religiösen Traditionen in West und Ost.
Als Präsident der "Europe Humanistic Psychology Association"
leitete Keyserling mehrere internationale Konferenzen über
Transpersonale und Humanistische Psychologie,
ist Präsident der "School of Wisdom", Florida.
C. G. Jung, Rabindranath Tagore und Hermann Hesse lernte er in Darmstadt kennen,
Sitz der "School of Wisdom", die sein Vater gründete und leitete.
Bis zur Zwangsschließung des Instituts und der anschließenden Ächtung
seiner Familie als Staatsfeinde durch die Nazis kam der junge Keyserling
in den Genuß einer umfassenden, von universellem Denken geprägten humanistischen Erziehung.
Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches heiratete er seine Frau
(die ehemalige Prinzessin) Wilhelmine und fand seine ersten Lehrer und Lehrmeister,
unter ihnen Guru Ramana Maharishi, der russische Philosoph George Gurdjieff
und der Komponist und Zwölftonmusiker Joseph Matthias Hauer,
ein intimer Freund von Richard Wilhelm, dem Übersetzer des I-Ging.
Wilhelmine und Arnold Keyserling unternahmen ausgedehnte Reisen,
lebten und studierten an verschiedenen Orten der Welt.
Zur Musik hatte er stets eine hohe Affinität und das Geschenk außergewöhnlicher Lehrer.
So unterrichtete ihn Gurdjieff über die harmonikalen Gesetze,
über die Sufis und deren musikalisches Wissen,
während er bei Joseph Matthias Hauer seine musikalische Ausbildung vertiefte.
Nach einer Reihe phythagoräischer Studien und Experimente hoffte er,
daß die Mathematik das fehlende Puzzle sei, war ihm doch die Begegnung mit
Dr. Hans Kayser eine erste Hilfe.
In Kalkutta schlug er sich als Lehrer durch und gemeinsam mit seiner Frau
bereiste er den Subkontinent auf der Suche nach neuen Erkenntnissen.
Musik und Harmonik, Keyserlings musikalische Beschäftigungen
warfen auf Dauer jedoch mehr Fragen auf, als seine Lehrer beantworten konnten.
1962 kehrten sie nach Europa zurück und Arnold Keyserling trat eine Professur
an der Universität für angewandte Kunst Wien an,
gründete gemeinsam mit Wilhelmine Keyserling den Studienkreis "Kriterion"
und den Verlag der Palme.
Seine Studenten hält Keyserling dazu an, sich eigene Gedanken zu machen,
um ihre Persönlichkeit zu entfalten um sich zu emanzipieren,
dazu spricht und lehrt er in vier verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch).